Andernorts existieren bestenfalls untergeordnete Werte. Und wer keine gleichwertigen Werte hat, so die wertewestliche Folgerung, hat auch keinen Anspruch auf Rechte, die sich aus diesen Werten ableiten lassen könnten. So könnte sich die Haltung von Politik und Quantitätsmedien erklären, wenn sie zwei der kriegerischsten Staaten seit dem Zweiten Weltkrieg – Israel und die USA – moralische Blankoschecks ausstellen, damit sie nach Belieben genau das tun können, was sie dem Nicht-Wertewesten unterstellen? Im Krieg lassen sich Täter und Opfer selten so leicht unterscheiden wie in Politikerreden. Wir wollen nicht ur-teilen, also im Urgrund teilen, denn dahin können wir weder denken, noch uns nicht hineinversetzen.
Wir wollen Ihnen die Möglichkeit geben, verschiedene Sichtweisen zu hören, und sich weiter und weiter Ihre Meinung zu bilden. Drum, nach Karsten Troykes „Parole, Parole, Parole“ Milosz Matuscheks Text: „Was ist nur aus Israel geworden“. Der Jurist und Autor schreibt über die wertewestliche Blindheit gegenüber israelischen Fanatikern und Hasspredigern.
Sabrina Khalil hat den Text für uns eingelesen.
Den Text finden Sie zum Nachlesen auf dem Blog Freischwebende Intelligenz von Milosz Matuschek freischwebende-intelligenz.org
Bild: Leopictures auf Pixabay

