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Community Media - Kampagne

Community Media Bild

Was sind Community Media?

Community Media sind eine Form zivilgesellschaftlicher Medien und als Ergänzung zu öffentlich-rechtlichen und kommerziellen Medien zu sehen. Der Ministerrat der Europäischen Union definierte Community Media wie folgt:

  • Sie sind „nicht-kommerziell und - sowohl von staatlicher als auch von lokaler Macht – unabhängig“.
  • Sie verfolgen „klar definierte Ziele, die immer auf einen sozialen Zugewinn ausgerichtet sind und zum Dialog zwischen den Kulturen beitragen“.
  • Sie sind „gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, an die sie sich richten ,verantwortlich“.

Ehrenamtlich betätigen sich also  BürgerInnen als JournalistInnen und üben die Verfügungsgewalt über ihr eigenes Medium aus, ohne auf finanziellen Gewinn abzuzielen. Community Medien existieren als Printmedien, Rundfunksender und in Form anderer elektronischer Medien in 117 Ländern der Welt und es gibt sie auch in den meisten europäischen Staaten.

Anerkennung durch die Europäische Union

Die Europäische Union hat der wachsenden Bedeutung der Community Media längst Rechnung getragen. Sowohl das Europäische Parlament in seiner Resolution vom September 2008 als auch der Europarat in einer Erklärung des Ministerkomitees vom Februar 2009 haben Community Media als eigenen, dritten Sektor des Rundfunksystems zu einem wichtigen Teil eines demokratischen Mediensystems erklärt.

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Mehrwehrt für die demokratische Gesellschaft

Die Community Media füllen eine wichtige Lücke zwischen dem überwiegend auf Unterhaltung und tagesaktuelle Information ausgerichteten Programm der kommerziellen Anbieter und dem Bildungsauftrag der öffentlich-rechtlichen Sender. Gerade bei lokalen Themen sind Community Media näher am Geschehen. Durch Schaffung von Sendeplätzen für verschiedene Minoritäten und sogenannten Randgruppen tragen sie darüber hinaus bedeutend zur interkulturellen Öffnung bei. Gleichermaßen sind Community Media ein wichtiger Bestandteil des Ausbildungssektors und vermitteln umfassende Medienkompetenz.

Community Radios in der BRD

Die Angaben der EU bezüglich der Organisationsform und der Unabhängigkeit von Rundfunkanstalten werden aktuell am ehesten erfüllt von der Medienform, die in Deutschland seit Einführung der Privatmedien 1987 als Freies Radio bekannt ist. Diese Projekte gestalten teilweise seit Jahrzehnten Bürgerfunk in der Form, die die EU als besonders förderungswürdig betrachtet, da die Freien Radios durch ihre Vereinsstrukturen, ihre nicht-kommerzielle Ausrichtung und ihre Selbstverpflichtung zum sozialen und kulturellen Pluralismus überzeugen.

Freie Radios in Deutschland werden durch den Bundesverband Freier Radios (BFR) vertreten.

Community Radio in Europa

Community Media Radio- oder TV-Projekte gibt es in den meisten Staaten der Europäischen Union. In den deutschsprachigen Ländern vertreten neben dem Bundesverband Freier Radios (BFR), der Verband Freier Radios Österreich (VFRÖ) und die schweizerische UNIKOM die Community Media Projekte.

Die relativ junge europäische Plattform CMFE hat Mitglieder in 18 Staaten und setzt sich für deren Belange vor allem bei den EU-Institutionen ein. Daneben engagiert sich die europäische Sektion von AMARC, eines Verbands, der weltweit 3000 Mitglieder in 110 Ländern zählt, für die Interessen von Community Radios.

Community Media vs. Bürgermedien

In Deutschland ist das Wort "Bürgermedien" bekannter und verbreiteter als "Community Media". Faktisch sind "Community Medien"  eine Untermenge der "Bürgermedien".

Dass der Begriff "Community Media" auf dieser Webseite bevorzugt wird hat im Wesentlichen zwei Gründe:

  1. Community Media wird europaweit auf die gleiche Weise verstanden: Von den Projekten selbst wurde eine Definition erarbeitet und diese von zwei wichtigen europäischen Gremien anerkannt.
  2. Es existieren verschiedene Modelle von Bürgerradio in Deutschland. So gibt es den "Offenen Kanal", bei dem den BürgerInnen Infrastruktur, Produktionstechnik und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden und die Aufsicht einer Landesbehörde obliegt. Historisch gesehen ist dieses Konzept der Rundfunkliberalisierung in der Mitte der 80er Jahren geschuldet, in der Absicht die Beteiligungsschwelle möglichst niedrig zu halten. Demgegenüber steht ein (älteres, und aus der Entstehungszeit der "Neuen sozialen Bewegungen" stammendes) Modell, bei dem die Verfügungsgewalt über den Sender bei den BürgerInnen liegt und diese sich selbst organisieren und bestimmen. Community Radio meint definitiiv Zweiteres: Unabhängigkeit kann ein Bürgermedium nur erreichen, wenn es auch selbst über die Mittel der Veröffentlichung verfügt.

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